Vielleicht ist Kompetenz tatsächlich die am meisten unterschätzte Tugend von allen. In einer Zeit in der das Weltwissen dank Google und Co. in Sekundenschnelle für jeden, jeder Zeit und an fast jedem Ort verfügbar gemacht werden kann, scheint Kompetenz einfach nicht mehr wirklich gefragt zu sein. Was viele nicht sehen ist, das Kompetenz viel mehr ist als die Anhäufung von Wissen.

Ich erinnere mich an ein paar Mitschüler, die in nahezu allen Fächern alles bis ins kleinste Detail gewusst haben. Sie hatten überall nur Einsen und ein herausragendes Wissen um die einzelnen Themen herum. Sie konnten sich stundenlang mit Gleichgesinnten austauschen und fachsimpeln. Sie waren in ihren Bereichen wahrlich kompetent.

Schwierig wurde es für sie, wenn sie ihr Wissen teilen mussten mit Menschen, die weit weniger von den Dingen verstanden, die für sie so selbstverständlich waren. Und genau an dieser Stelle zeigt sich die Vielfältigkeit von Kompetenz. Für weniger versierte Schüler waren sie einfach nur “Nerds”, die in einer anderen Welt lebten. Wir alle kennen vermutlich auch heute noch solche Typen. Sie begegnen einem gerne auf Fachvorträgen und wirken auf uns wie hochdosierte Schlaftabletten.

Und dann war da der Peter. Er war ein eher durschnittlicher Schüler. Er hatte überwiegend Zweien und Dreier. Es gab in jedem Fach Mitschüler, die deutlich besser Bescheid wussten als er. Aber er hatte eine besondere Gabe. Er konnte Menschen zusammenbringen und das Wissen des einen so für den anderen übersetzen, dass auch bei ihm der “Groschen” viel! Und genau daraus können wir unglaublich viel für unser heutiges Leben lernen?

Die richtige Kompetenz hat meiner Meinung nach 4 Kernbereiche

 

1. Spezialisierung mit Wissensaneignung

2. Zusammenhänge erkennen und verstehen

3. Das Verstandene in Handlungen umsetzen können

4. Soziale Vernetzung in offenen Kooperationen

Aber der Reihe nach…

 

1. Spezialisierung mit Wissensaneignung:

 

Zum einen ist es auf Grund der weltweit jederzeit verfügbaren Informationen nicht mehr so zwingend notwendig besonders tief in alle Bereiche des Allgemeinwissens einzutauchen. Viel wichtiger ist es eine grobe Orientierung dazu zu haben und zu wissen wo man die Detailinformationen finden kann.

Du bist hier anderer Meinung? In Ordnung, aber ich gebe dir zu bedenken, dass sich das gesamte Wissen der Welt inzwischen innerhalb weniger Jahre immer wieder verdoppelt und der Zyklus immer kürzer wird. Glaub mir, du hast keine Chance da mitzuhalten. Wir müssen heute anders “Wissen” wie noch vor 10 oder 20 Jahren.

Zum zweiten eröffnet dir dieser immense Anstieg an Wissen ein ganz neues Tor! Die Spezialisierung. Suche dir eine Nische in deinem Tätigkeitsbereich und strebe danach in genau diesem Thema der Beste (Wissensde) zu werden. Warum das für dich nützlich ist, zeige ich dir unter Punkt 4.

 

2. Zusammenhänge erkennen und vertsehen

 

Aus reinem Wissen wird erst dann Kompetenz, wenn du in der Lage bist zu begreifen, welche Bedeutung dein Wissen für die Bereiche hat in denen andere Menschen tätig sind. Es ist also hilfreich, wenn dein Spezialthema für andere Menschen nützlich ist.

 

3. Das Verstandene in Handlungen umsetzen

 

Da gibt es diejenigen, die verstanden haben, was zu tun ist. Diejenigen, die wissen, warum es zu tun ist und natürlich diejenigen die dir sagen können, wie es zu tun ist. Und Politiker wissen ganz genau wer es zu tun hat 😉 . Als wirklich Kompetent wird man dich allerdings heute immer dann wahrnehmen, wenn du vormachst, wie jeder dein Wissen in bestimmten Themen in seiner Praxis in konkrete Handlungen umsetzen kann.

 

4. soziale Vernetzung in offenen Kooperationen

 

Man kann sich auf sein Wissen setzen, wie eine Glucke. Man kann tatsächlich alles für sich behalten und jeden möglichen Wissenstransfer abwehren, wenn man das will. Vielleicht war das tatsächlich mal ein probates Mittel um mit seiner Kompetenz Geld zu verdienen. Wie wir gesehen haben, weht heute aber ein ganz anderer Wind. Dieser (Informations-) Wind bläßt so manches Einzelwissen schneller in die Bedeutungslosigkeit als es uns vielleicht lieb ist. Du kannst also eine Mauer um dein Wissen bauen und es damit abschotten oder du legst dein Wissen in ein Segelboot und suchst nach Häfen, wo du dein Wissen austauschen und erneuern kannst.

Wer offen für neue Kontakte ist, ist heute klar im Vorteil. Wenn du dann nicht nur gerne gesehen bist, weil du sehr gesellig bist, sondern auch weil du viel (Wissen) zu teilen hast, besitzt du einen unermesslichen Schatz. Und dieser Schatz wird immer größer werden, je mehr du ihn teilst.

 

Fazit

 

Werde der Spezialist in einem Teilbereich deiner Arbeit. Überlege dir für wen dein Wissen hilfreich ist. Gib dein Wissen offen an diese Personen weiter und bilde Kooperationen mit anderen Menschen, die für beide Seiten einen Mehrwert bieten. Die Zukunft gehört Spezialistenpools. Gruppen von Menschen, die einen ähnlichen Herzschlag haben und ein großes KnowHow. Sowohl jeder in seinem Gebiet, also auch in der Gruppe.

Und irgendwie erinnert mich das an Network Marketing! Warum nur?

Du möchtest informiert werden, wenn ein neuer Blogartikel erscheint? Dann trage dich hier ein!

* indicates required

ist erfolgreicher Business Mentor im Network Marketing. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Petra unterstützen sie Familien, die sich nebenberuflich ein hauptberufliches Einkommen aufbauen wollen.